[stb:mod]Posting: 26114
User: Detlev Saat
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[/stb:mod]Nachdem die Rennleitung darauf aufmerksam gemacht wurde, dass der Donkervoort mit seinem 325 PS Turbo nicht in die Klasse bis 2 Liter Hubraum gehört, wurde im Konsens mit allen Beteiligten der RED Motorsport Elise der Klassensieg zugesprochen. Die Donky-Treiber erhielten für ihre bravouröse Leistung (14. Platz im Gesamtklassement) einen Ehrenpreis für den besten Roadster.

Die Elise lief ohne jegliche Probleme über die gesamte Distanz. Bei zwei Einsätzen in der Langstreckenmeisterschaft (ein Klassensieg und ein Ausfall wegen defekter Antriebswellen) wurden noch kleinere Schwachstellen ausgemerzt. Dazu wurden die vier Wochen vor dem Rennen für weitere Modifikationen genutzt.

Im Training wurden nur die erforderlichen Pflichtrunden pro Fahrer absolviert, um das Auto zu schonen und keinen Schaden zu riskieren (Hendrik Horak mit der blauen MPR-Elise fiel beim Training leider der Zakspeed Viper zum Opfer). Der Start von Platz 161 verlief für unseren Startfahrer Smudo problemlos, da er sich aus dem unvermeidlichen Gerangel in den ersten Runden inmitten eines Rudels deutlich langsamerer Autos gut heraushalten konnte.

Bei spritsparender Fahrweise waren trotz des kleinen Tankvolumens Boxenstopps im acht Runden Rhythmus möglich, so dass unsere Elise sich nach 4 Stunden bereits auf Platz 100 vorgeschoben hatte.
Im Rennverlauf war der Verbrauch der einzelnen Fahrer immer besser kalkulierbar, so dass man ab und zu mal richtig Gas geben konnte- beste Rundenzeit: 10:43, beste Gesamtplazierung im Rennverlauf: Platz 78.

In der Schlussphase des Rennens hatten wir einen Vorsprung von zwei Runden auf das nächste Fahrzeug in der Klasse, einen Blackbird. Daher wurde das Auto in den letzten Runden um die Strecke "getragen", da selbst ein kleinerer Defekt in der kurzen Zeit möglicherweise nicht mehr reparabel gewesen wäre. Ich glaube, so nervös war ich das letzte Mal vor meiner Führerscheinprüfung.

Wir hatten wirklich mit allem gerechnet und sogar Ersatzmotor + Getriebe mit an die Strecke genommen. Michael Schlüters Exige stand draußen in einem Trailer, um ggf. als Teilespender zu dienen. Aber nichts da, das Lieschen schnurrte wie ein Uhrwerk und zeigte keine Mucken.

Leider ging es dem MPR Team nicht so gut wie uns. Da das Auto erst unmittelbar vor dem Rennen fertig geworden war, schlug der Defektteufel unbarmherzig zu. Das Team schraubte die ganzen 24 Stunden mehr oder weniger durch, um den Wagen immer wieder auf die Strecke zu bringen. Die Grundfarbe der gelben Overalls war am Sonntagabend nur noch ansatzweise zu erkennen.