[stb:mod]Posting: 27284
User: Stefan
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[/stb:mod]„kurze“ (haha) Zusammenfassung des Lotus-Treffen Luxemburg.
Am Freitag gemütliche 500km-Anfahrt von München nach Luxemburg. Dabei die Feststellung, dass man auf der Landstraße einen höheren Schnitt fahren kann wie auf der Autobahn. Beim Eintreffen am Freitag nachmittag erst einmal Bestaunen der gerade zusammengezimmerten Parkplatzeinfahrt: Abgesperrter Platz mit Lotus-Torbogen. Mehr Teilnehmer trudeln ein, die ersten Sprachverwirrungen (Amtssprache Deutsch, Französisch, Belgisch, Luxemburgisch oder alles gleichzeitig ?) stellen sich ein. Allgemeines Beschnuppern und Zuordnen von Gesichtern zu Forumseinträgen. Abends mit dem gecharterten Reisebus ins Weingut mit erster Alkoholvernichtung. Während der „Verkostung“ Auslieferung einer MK2 an die nichtsahnende Besitzerin, die daraufhin das ganze Wochenende ein 360-Grad-Grinsen im Gesicht hat und nur noch beim Rumfahren beobachtet werden konnte. Edles Essen im Weingut, Rücktransport der schon jetzt fahruntauglichen Elisefahrer ins Hotel. Bei der Ankuft in Mondorf werden für uns zwei Feuerwerke gezündet (Danke, Luxemburg *g*). Danach gepflegter Aufenthalt in der Hotelbar bis zum frühen Morgen mit Sprachintensivkurs.
Am Samstag überreicht uns Andre einen Ordner mit lustigen Malereien, der sich als Roadbook herausstellt. Interessanterweise sind die km-Angaben teilweise auf 5m genau... „nach 245 Meter links abbiegen“ Kommentare wie „Achtung, auf 1km Lotus-Gegenverkehr“ sorgen für Erheiterung. Eingebaute Fallen (km/Meilen vertauscht, Numerierung der Etappen vermischt) werden natürlich zunächst NICHT erkannt. Verzieren der Fahrzeuge mit Monte-Carlo-Style-Startschildern. Einzelabfahrt zur Vormittagsetappe, die sich als absolute Pfadfinder-Jagd in den Weinbergen herausstellt. Von den gegenüberliegenden Hügeln hat es wohl ausgesehen wie bunte Ameisen auf Ecstasy. Straßenbreite durchschnittlich 2m, Geschwindigkeit meistens im Bereich 30-40 km/h. Es ist nicht zu fassen, wieviel Spaß Langsamfahren machen kann... Sprüche wie „das kann keine Straße sein, das glaub ich nicht“ werden Standard. Überall stehen ratlose Lotusfahrer rum und tüfteln, wo sie eigentlich grad sind und wo sie sein sollten. Wir erfreuen uns an Aktionen wie dreidimensionales Brücken-Vermessen, Rangieren über tiefe Wassergräben und Bahnübergänge (Aufsitz-Quote 100%), Kuhfladen-Slalom, Einheimische durch sinnloses Hin- und Herfahren ärgern.
Mittags (naja, bei manchen wurde es 15:30...) Ankunft im Baumarkt (!). Im dort versteckten Basislager gepflegtes Mittagessen mit Catering und dem wohl in der Region unvermeidbaren Wein- und Schampus-Ausschank. Dann Aufbruch zur zweiten Etappe, die zwar auch wieder aus gemalten Abbiegeanweisungen besteht, aber mehr auf Adrenalinschub ausgerichtet ist (Speeding rulez). Eklatante Umweltverschmutzungen sind zu beobachten (schwarze Streifen auf die Fahrbahn malen, den Hintermann in die dazugehörige Bremswolke fahren lassen). Selbst das Startschild quittiert den Dienst und fliegt davon.
Abends Empfang zum Gala-Dinner, das den Namen wirklich verdient hat - Seezunge, Hummer, Rinderfilet oder auch „zweierlei Lachstartar mit Mesclun-Salat, Blinis und süßsaurer Sauce (???)“. Die Dekoration im Casino (wie das ganze Wochenende an jeder Location) mit Lotus-Fähnchen, Wimpeln, etc. eine absolute Schau. Danach Siegerehrung mit Preisen im Wert von 2.500 Mark (!). Jeder Teilnehmer erhält ein großes, gerahmtes Erinnerungsfoto vom Start seines Fahrzeugs. Zu Tumulten kommt es, als die punktgleichen Zweit- und Drittplazierten zur Feststellung der endgültigen Reihenfolge die KfZ-Kennzeichen der Veranstalter herausfinden sollen und in gemeinschaftlicher Aktion mit dem Hotel-Wachdienst diese auf dem Parkplatz kurzerhand abschrauben und gesammelt einem recht verblüfftem Andre überreichen (hähähä). Warum der vierte Platz eine Heckenschere war, wird sich den Teilnehmer so schnell aber nicht erschließen *g* Danach haben wir uns im Casino beim Roulette die Teilnahmekosten am Lotustreffen erstatten lassen. Anfängerglück machts möglich. Am Ende eines absolut traumhaften Tages Absacken in der Hotelbar. Als ich um 06:20 mit leichten Sprachstörungen die Rezeption bitte, mich um 09:15 zu wecken, lachen die mich aus ...
Sonntag um 10:00 Uhr verabschieden wir mit noch sehr unscharfem Blick die restlichen Teilnehmer, die zur abschließenden Bootsfahrt auf der Mosel aufbrechen. Wir selbst fahren mit notorischer Ignoranz sämtlicher am Straßenrand befindlicher Blechschilder (Arion kennt das ja inzwischen...*ggg*) nach Karlsruhe und halten dort noch Sebastian vom Formel-1-Schauen ab, bevor wir endgültig Richtung Heimat fahren und unsere partiellen Hautverbrennungen ersten und zweiten Grades pflegen. Dabei die Feststellung: Je nach Bekleidung und Kopfbedeckung / Sonnenbrille entstehen bei drei Tagen Sonnenbestrahlung lustige Muster (gell, Denise ? *g*)
Fazit:
Ein RIESEN-Kompliment an Andre und den gesamten Lotus-Club Luxembourg. Das war mit deutlichem Abstand die perfekteste (und auch edelste) Veranstaltung dieser Art. Das Fahren, das „Rundrum“, alles bis ins kleinste Detail spitzenmäßig organisiert. (Andre erzählte, daß es über 2.000km Testfahrten brauchte, um die Strecke abzustimmen...). Meine Blind-Buchung für die nächsten Events ist schon abgegeben. Wer dieses Wochenende nicht dabei war, hat definitv etwas versäumt. Und wenn es 1.000km Anfahrt gewesen wären... das Wochenende war es wert. DANKE !
Stefan