Inspiriert durch Ralfs schönen Toskana-Thread und in Gedanken an vergangene Reiseberichte will ich unsere Erlebnisse im September 2014 in Frankreich mal ein wenig zusammenfassen.

Die Weltelite der bergschrammenden Leichtbaufans hat sich also in München zusammengefunden, als da wären:

- Le Stig, mit leidlichen Französischkenntnissen (nie, NIE stottern)

- ein stadtbekannter Polizist mit sehr orangem Lack und sehr aufdringlichem Auspuff

- ein ebenso stadtbekannter Helmverweigerer, dafür aber Feucht-Tuch-benutzer mit ohne Scheibe und 250 Kilo Gewichtsvorteil

- his majesty himself, Präsident und Gründer von COWARD, mit motorradliger Leistungsentfaltung. Einziger in der Fahrzeugklasse GT (lies: 111R)

Abfahrt bei einigermaßen Pisswetter (echt? Kann mich grad nicht mehr erinnern wie's war) in der nördlichsten Stadt Italiens, München.

Gewaltetappe gen Meer - also über die Garmischer Autobahn nach Innsbruck, alte Brennerstraße, vorbei am Gardasee, weiter Richtung Genua.

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Erstes Ziel: ein wunderschönes Agriturismo in Castelbianco, einem völlig vereinsamten Tal. Andrea, der Besitzer, war sehr nett, und wir sind pünktlich hungrig zum Sonnenuntergang angekommen.

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Highlight des Abends war dann ein...Sechsgänge-Degustationsmenü in einem Dorf weiter. Inklusive Weinbegleitung. Für 35 Euro p.P.

Mit sehr, sehr anständigen Barolos. Und Trüffeln. Und frischen Steinpilzen. Extrem empfehlenswert.

Route Tag 1

Weiter ging's!

Zurück zur Autobahn, die Kisten anwärmen. Dann auf, auf zum Col de Turini!

Nun ja.

Wir sind alle Auf- und Abfahrten gefahren.

Die Auffahrt von Süd nach Nord war landschaftlich toll, die kleinen Felsgassen von den Bildern waren dort zu finden. Ein paar SLKs standen im Weg rum und unser Scheibenloser hat uns kurz Sorge gemacht. Muss ich ihm die Nockenwellen doch noch einen Ticken milder einstellen. Oder der Kerl sich vielleicht endlich einen verschissenen neuen Anlasser kaufen...🤐

Der Asphalt war leider nix.

Die Westrampe runter und wieder rauf! Kein Verkehr. Oben ein bisschen glatt, die Kehren teilweise ein bisschen eng, aber soooo toll. Gestoppt für ein paar Bildchen.

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Sehr brav, immer Richtung Kurvenausgang geschaut!

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Was soll's, weiter. Ignorant auf der Passhöhe durchgefahren (lustige Blicke inklusive), was soll das Tourigetue. Runter nach Norden. Und wie.

Wahnsinn. Sowas hab' ich noch nie erlebt. Nach ca. 15 Minuten völligem Heizen bergab dachte ich mir "hört das auch irgendwann mal auf?". Grandios. Allein dafür lohnt die Anfahrt. An einem Sonntagnachmittag bei 28°C kein anderer Verkehrsteilnehmer im absoluten petrolhead nirvana.

Übernachtung in Castellane, im Hotel Studi. So sieht es auch aus. Was soll's, günstig und Jugendherbergen-Charme. Gerade gut genug für unseren illustren Haufen. Dort dann noch Klaus aus Aachen inkl. Elise und Frau getroffen, sehr lustig!

Wo das hier war, weiß ich nicht mehr. Es war eine Heyersche Naturstraße, vor allem der Seven mit der niedrigen Ölwanne hatte echt Probleme. Wir haben's dann aber durchgezogen und wurden mit toller Aussicht belohnt.

Mal wieder die Müllkarre die wir die ganze Woche anschieben durften...

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In irgendeinem Canyon, mit roten und violetten Felsen. Total irre.

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Tag 3:

Über Castellane thront eine süße kleine Kapelle, die man ganz wunderbar über einen kleinen Wanderweg erreichen kann. Lohnt sich, kurz vor dem Frühstück raufzulaufen!

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Ab in die Gorges du Verdon!

Auch wieder nur noch gut. Allein die Anfahrt...mit RHD fährt sich's wunderbar im Gegenverkehr. Will nicht wissen, wieviele Touristen erschrocken sind, weil sie von einem vierfarbigen Gelenkbus überholt wurden. 😄😄😄

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Tja...was war noch? Ach ja. Unser Spezialist mit dem Caterham fuhr über einen steinigen Parkplatz und hat sich die Ölablassschraube versaut. Resultierte dann in Ölverlust. Hochwissenschaftlich haben wir das Rechnen angefangen. Ca. 100ml pro Stunde (gemessen mit kurzfristigem Eimerchen). Heißt: Weiterfahren! Und bei Pausen eben mal kurz die Karre hochheben, die Vorderräder auf ein Steinchen stellen und das Eimerchen drunter platzieren. Die Leute fanden's sehr lustig. Der Schaden wurde dann mit einer Dichtscheibe temporär behoben und stellte sich im Nachhinein als Riss in der Ölwanne raus.

Kurze Schaffenspause.

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Tag 4, weiter.

Über einen mir entfallenen, leider verkehrsintensiven Pass weiter Richtung Norden.

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Ist aber auch egal, weil der Col de la Bonette wartet! Grandios. Neuer Asphalt, wunderbar weite, geschwungene Kurven, ach, und NULL Verkehr. Wie immer eigentlich.

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Mal kurz über die Grenze nach Italien runtergespritzt, wo übernachtet wurde.

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Nächster Tag! Der Cat ist weiterhin nicht inkontinent, die anderen Bastelbuden halten sowieso. Nur Marks Maoam geht zur Neige, wir müssen uns also was überlegen...

was liegt näher als die wunderbare Landschaft am Colle Fauniera? Mark hat dann noch kurz ein Murmeltier gekillt. Trotz Schrittgeschwindigkeit! Mörder!

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Man beachte die korrekten Radlasten. Und den männlichen Negativsturz. Tja, das sind keine Eisdielenfahrer, Herrschaften.

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Dann irgendwie weiter zum Col d'Agnel. Auch wieder..super!

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Rüber zum Col d'Izoard.

Ein Trupp Biker wollte es wissen, denen war schnell der Garaus gemacht. Ein Kerl mit einer weißen Panigale allerdings war echt gut, und konnte folgen. Mit Mühe, aber es ging. Kurz vor der Passhöhe waren dann die Kehren aus und es kamen ein paar Wechselkurven. Schwups, weg war er im Rückspiegel. 🔄

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Dann Col du Galibier.

Wo überholt werden kann, wird überholt!

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Wunderbare Aussicht auf die Barré des Ecrins inklusive.

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Übernachtung am Mont Cenis, noch kurz ein paar Sixpacks geschnappt und am Stausee gehalten...

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Danach gab's keine Fotos mehr.

Mark, Rene, Mäxxelchen, herzlichen Dank, dass man mit Euch seiner Liebe, dem Arsch-offen-Haben-am-Bergpass, so toll frönen kann. Ich freu' mich auf 2015!

Lieber Michael, danke für ein paar wertvolle Routen- und Hoteltipps!

Liebe Elise, liebe französische Seealpen, liebe Einzeldrossel. Danke für den größten, diebischsten, aural erregendsten Spaß, den ich mir mit Hose und Schuhen an vorstellen könnte.

Ich kann jedem nur empfehlen, die lange Anreise auf sich zu nehmen.

Freiwillig fährt man danach nie mehr die üblichen Italien-Pässe, die im Vergleich dazu schlechtestmöglichen Asphalt haben und grauenhaft überbevölkert sind.

Die Routen...muss Mark posten. Und sicher fehlen ein paar Details, aber ich hab' einiges schon wieder vergessen. Sorry...[;)]

Outtakes:

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So, und jetzt könnt Ihr Euch weiter anscheißen mit Euren RHD-LHD-Diskussionen, Selbstwertkomplexen, S1-S2-S3-S4-Exige V6 Automatik-Traktionskontrollenwichsereien, oder auch Reifenbreiten.

Die Autos sind für das da oben gebaut!!! Und in den richtigen Händen gar fürchterliche Schwerter, für alle anderen Automobilisten todbringend! 😄😁

Ach ja. Bewegte Bilder...werde ich hier nicht posten. Aber es soll ja einschlägige Youtube-Channels geben...😤