Hi

heute hatte Schumi frei! Hat ihn jemand vermisst ?

Ich jedenfalls nicht. Habe mir stattdessen zu dieser immer teurer aber m.E. auch sinnloser werdenden Show was zusammengetippt.

Das wäre auch mal wieder Stoff für einen Leserbrief , denn von sich aus werden die Autosportmagazine das folgende Thema sicher nicht angehen.

Arbeitstitel:

FORMEL 1 BITTE WIEDER MEHR IM DIENSTE DES TECHNISCHEN FORTSCHRITTS! -ABER WIE?

In der letzten Dienstagsausgabe der FAZ berichtet Christian Bartsch über das aktuelle Revival von Hebelstoßdämpfern in der Formel 1, von jenen alten Dämpfern, an die sich heute bis auf einige stolze Besitzer besonders kostbarer Oldtimer kaum noch jemand erinnert.

Bei Ferrari (laut Christian Bartsch) aber auch bei BMW-Williams werden also diese manchmal auch sinnigerweise „Rotations“ - Dämpfer genannten Fahrwerkselemente, von ZF- Sachs in etwas überarbeiteter Form und natürlich auch aus Titan hergestellt, im Prinzip aber immer noch so wie sie ein Monsieur Houdaille vor nunmehr schon fast100 Jahren erfand, wieder in ihren Formel 1-Rennern eingesetzt!

Das, nachdem die letzten derartigen Dämpfer u.a. von Lucas, (die nannten sie natürlich stolz „Luvax “- Dämpfer) bis Mitte der 50-ziger Jahre verschiedenen Autobauern wie MG zugeliefert wurden.

Aber auch bei Maserati erschien noch 1956 der Typ 350S, in dem Houdaille - Dämpfer mit Schraubenfedern kombiniert waren. Woher diese immerhin korrekt benannten Dämpfer kamen, konnte ich bisher noch nicht in Erfahrung bringen, ist hier aber wohl auch nicht so wichtig, es sei denn, jemand von Euch hat gerade einen derartigen umhegten Schatz in seiner Garage stehen.

Jedenfalls haben diese Houdaille- Dämpfer, die im Grunde wie eine Flügelpumpe ( manchmal auch „Schottenpumpe“ genannt) aufgebaut sind, gegenüber ihren Nachfolgern, den heute alleinig noch verbauten Teleskopdämpfern, die die „ollen“ Hebeldämpfer ausgehend von einem Detroiter Vorort Namens „Monroe“ total vom Markt verdrängten, den nicht zu unterschätzenden Vorteil, dass sie äußerst platz- und gewichtssparend konstruiert werden können.

Es ist deshalb wirklich sehr wahrscheinlich, dass die Dämpfer des Monsieur Houdaille ( Ehre, wem Ehre gebührt! ) aufgrund ihrer von C. Bartsch und mir angedeuteten Vorteile aber auch, weil sie anders als die Teleskopdämpfer kein Losbrechmoment besitzen, in nicht allzu langer Zeit von den Fahrwerksingenieuren auch für unsere normalen PKWs wiederentdeckt und dann bald auch wieder „ in “ sein werden.

Denn kombiniert man solche Rotationsdämpfer wie Ferrari mit Drehstabfedern, dann wird es möglich, Federung und Dämpfung völlig im Untergrund verschwinden zu lassen.

Damit wird zusätzlicher Platz geschaffen für Passagiere und ihr Gepäck. Es handelt sich hier also um eine echte Verbesserung unserer Allerweltsautos mithilfe von Formel-1- Technologie.

Jedoch leider leider handelt es sich bei obigem Beispiel um einen sehr selten gewordenen Fall. Fast zu schön, um wahr zu sein.

Deshalb möchte ich hier bei den Formel 1- Fans mal zur Diskussion stellen, ob man nicht durch etwas sinnvollere Änderungen im Formel- Regelwerk derartige Nebennutzeffekte der immensen Ausgaben der Autohersteller z. B. für die Formel-1 - PR-Show viel gezielter fördern und verstärken sollte.

Ich denke dabei an unser heutiges Hauptproblem:

IMMER KNAPPER WERDENDE TREIBSTOFF- RESSOURCEN INFOLGE WELTWEIT STEIGENDEN BEDARFS.

( Stellt Euch doch nur mal vor, wie viel mehr Treibstoff benötigt wird, falls in Indien und China in einigen Jahren die KFZ- Population umgerechnet auf deren Bevölkerung nur ein Viertel der derzeitigen bei uns und in den anderen heute noch etwas weiter entwickelten Ländern sein sollte. )

Deshalb mein Vorschlag:

Statt darüber nachzudenken, ob man die F1-Renner nun demnächst mal wieder durch verschlechterte Aerodynamik, reduzierten Hubraum, weniger Gripp auf den Reifen, mehr Mindestgewicht oder was die Renner sonst noch alles wieder einbremsen kann bzw. soll, müsste man ihnen einfach ganz einfach und zwar progressiv den Treibstoffhahn zudrehen.

Würde es nicht uns allen auf diesem Planeten und auch unserer lebenden Umwelt sehr nützen, wenn die Herren und Damen Entwicklungsingenieure wüssten, dass ihr Formel (1,2,3, ) - Team pro Rennen dieses Jahr noch X- Liter Benzin verbraten im nächsten Jahr aber dann nur noch X minus y % usw. und sofort—bis sie auf --- ?? ---sind. ( Wie viele Liter oder kg haltet Ihr aus heutiger Sicht für unverzichtbar, wenn es keine Schneckenrennen mit Sonnensegeln werden sollen? )

Alle anderen Vorgaben - bis auf die Bestimmungen betreffend Crashsicherheit- würden damit entbehrlich, ja sie wären m.E. sogar contraproduktiv.

Denkbar wäre dann, so sie gute Futterverwerter sind, sogar die Teilnahme von Fahrzeugen mit Diesel- und Wankelmotoren.

Ja sogar Wankeldiesel mit mehr als 2 Rotoren, egal ob mit oder ohne Aufladung, dürften dann auch mitstarten.

Dazu nun ein kleiner Exkurs, den man mir verzeihen möge, aber mir ist es ein echtes Anliegen:

Wankelmotore lassen sich doch angeblich sehr kompakt konstruieren und etwas leichter als den heutigen Renesis von Mazda wird man sie sicher auch noch machen können.

Wenn man dann noch den Kreisprozess benannt nach einem Herrn Otto ersetzen würde durch den anderen, benannt nach dem Herrn Diesel (Das geht mit heutiger Diesel-Zulieferer- Technik----Hallo liest da jemand von Bosch, Siemens oder auch von Borg Warner –KKK mit? --- ganz sicher viiiel besser als noch vor 15 Jahren.) und das alles sodann in die Trochoide des Herrn Wankel packt----

Ich glaube, die immanenten, weil geometrischen, auf den Verbrauch sich aber leider nun mal nachteilig auswirkenden Handicaps der Trochoiden- Form ließen sich so zumindest kompensieren und man bekäme einen kleinen, fast wie eine Turbine aber mindestens wie ein Reihensechszylinder rundlaufenden Motor, der aus viel weniger Einzelteilen, die allesamt Geld kosten und auch kaputt gehen können, besteht und der sogar Rapsöl- oder meinetwegen auch billiges Kerosin, schlucken könnte. Exkurs Ende.

Jedenfalls sehr spannend und außerdem auch höchst werbewirksam wären solche Rennen DANN ganz sicher auch wieder! ( und das nicht nur für Technikfans !)

Man stelle sich doch z. B. bloß mal die Situation vor, in der, der mit fast einer Runde Vorsprung führende Maxe plötzlich kurz vor dem Ziel noch stehen zubleiben droht, weil ihm hinter seinem Allerwertesten der Treibstoff, der natürlich kein anderer sein dürfte, als wir alle ihn alle auch „unseren“ Tankstellen bekommen, ausgeht und er in seiner Shell- oder Wie-auch-immer- Zapfsäule in der Box davon auch nichts mehr nachfassen kann, weil sein Teamkollege gerade den letzten Rest vom Super- Duper Markensaft ausgeschenkt bekam.

Wahrlich dramatische Szenen wären dem Fernsehzuschauer in jedem Rennen sicher, und in die Einschaltquoten würden so auch wieder steigen.

Außerdem dürften, nein MÜSSTEN ! die Ölfirmen sehr dann daran interessiert sein, derartige Rennen mit viel Geld zu sponsern.

Aral gegen Shell gegen Texaco usw.---- Endlich wüssten wir dann alle, mit welchem Saft man am Weitesten kommt!

PS

Houdaille spricht man aus wie HuhdEIje. -Betonung auf dem EI-

😁