Hallo zusammen,
kein Lotus-Bezug, daher in der Offtopic-Area. Aber eventuell ein Thema, das auf jeden Mal zukommen könnte:
Ein Fahrzeug ("Premium-Hersteller", ~5 Jahre alt, ca. 80 tkm, technisch unbedarfter Eigentümer) bleibt liegen und wird nach ergebnisloser Pannendienst-Untersuchung in die Fachwerkstatt gebracht. Dort wird eine Diagnose gestellt und die Reparatur beauftragt. Nach einigen Tagen kommt die Rückmeldung, daß doch ein kompletter Motorschaden vorliegt und ein Kostenvoranschlag erstellt, der die Sache Richtung Totalschaden rückt. Für den Ankauf des defekten Fahrzeugs wird ein Angebot gemacht, daß um Faktor 3-4 unter dem eines Gebrauchtwagenhändlers liegt.
Nachdem die Sache nun nach Meinung mehrerer Personen recht verdächtig geworden ist, lässt der Eigentümer keine weiteren Arbeiten mehr durchführen. Die Diagnosekosten bewegen sich im hohen dreistelligen Bereich, werden allerdings ungefragt um ca. 30 % reduziert. Bezahlt wird unter Vorbehalt.
Das Fahrzeug wird in eine andere Werkstatt gebracht. Dort stellt sich heraus, daß der Schaden nicht unbekannt bei diesem Fahrzeugtyp ist und in etwa der ersten Diagnose entspricht, aber für ca. ein Viertel des angesetzten Betrags zu reparieren ist. Die Reparatur wird durchgeführt und das Fahrzeug hat seitdem mehrere tausend Kilometer ohne weitere Probleme hinter sich gebracht.
Die Sache wird von der Schiedsstelle der örtlichen KFZ-Innung verhandelt. Die Entscheidung fällt vollumfänglich zugunsten der Werkstatt.
Es geht nicht um mich, auch nicht um meine Autos. Ich bin hier gefragt worden, was ich tun würde.
Mich würden Eure Erfahrungen mit solchen Fällen interessieren.