Kurz eben eine Zusammenfassung von ein paar technischen Daten in einem neuen Thread, weil die "alten" inzwischen gesperrt sind.

Ich war mit meiner grauen dieses Jahr mit auf dem Stelvio und hatte mir vorgenommen _endlich_ mal die verbliebenen Restarbeiten an meiner ECU zu machen.

Daher: endlich mal das Problem Breitband-Lambdasonde gesucht und gefunden. War falsch verkabelt. Mein Fehler. Läuft jetzt!

Leerlaufregeler: verliert im "Power when Drive" Mode Schritte, was dazu führt, das wenn man mal mit hoher Drehzahl unterwegs war, man an der nächsten Ampel mit ner Standgasdrehzahl von 3500U/min steht. Sehr sehr blöd sowas ....

Also mal eben die Impedanz des Schrittmotors gemessen: das sind 9 Ohm pro Wicklung.... und die ums. (Megasquirt-III based) hat einen einigermassen passenden Stepper Driver IC, der prinzipiell auch den unipolaren Stepper der MK1 ansteuern kann.

Dort habe ich dem IC vorsorglich mal einen Kühlkörper verpasst und die Einstellung auf "Haltestrom" geändert.

Das heisst, das der Schrittmotor jetzt immer mit einem kleinen PWM Signal "festgehalten" wird, wenn keine Verstellung gewünscht.

Das hat soweit ziemlich gut funktioniert. Der IC ist eigentlich für einen bipolaren Schrittmotor (Das ist der baugleiche Stepper aus einer MK2 mit 4 anstatt 5 Kontakten im Stecker) aber ich weigere mich ja beharrlich, etwas an meiner Elli umzubauen, was dann nicht mehr der elektrischen Serie entspricht. (Lambdasonde ausgenommen). Dennoch werde ich das irgendwann mal probieren, ob das dann noch besser läuft. Theoretisch kann der bipolare Stepper dann auch Halbschritte, was der unipolare wohl in diesem Setup so nicht kann.

Das ganze hat sich ziemlich gut bewährt und die ganzen Tage in den Bergen ohne echte Probleme funktioniert. Es fehlen noch kleine Feinjustierungen im Regelalgorithmus, aber das kann so bleiben.

Ich hab die Elli echt gut durch die Berge gescheucht, und sie fühlte sich offensichtlich sehr wohl dabei. Die Rückfahrt von Livigno nach Hause (immerhin 930km am Stück) hab ich dazu genutzt, das Mapping fertig zu stellen.

Dank der wirklich schönen Funktion im Tuner Studio "Tune for you", vergleicht Tuner Studio in jeder Situation dem Lambdawert des Motors mit der vorgegebenen Lambda Target Tabelle und passt die MAP so lange an, bis das Lambda Target erreicht ist. In den Bergen ist das super, weil man da alle Lastzustände zahlreich durch fährt.

Nach 500km konnte Tuner Studio nichts mehr verbessern. Mit dem Laptop auf dem Beifahrersitz konnte man beobachten, wie immer weniger Änderungen vorgenommen wurden, bis zum Schluss nichts mehr passierte. D.h. ich hab jetzt ne Map die bei Vollgas volle Leistung liefert und im Teillast Bereich entsprechend sparsam ist. Und alles das mit leicht modifiziertem Kopf, Fächer, grosse Drossel, 296er Nockenwelle usw.

Muss sagen: ich bin sehr zufrieden. Die in diesem Jahr erstmals verwendete Barometrische Höhenkorrektur hat auch funktioniert, war aber zu aggressiv eingestellt. Das muss ich noch genau so anpassen wie Kaltstart, Beschleunigungsanreicherung und Warmlauf. Das ist noch nicht ganz perfekt.

Aber wenn mann 2km gefahren ist, macht das alles verdammt viel Spass.

Schade, das sich die Megasquirt Jungs so ins Hemd machen und mich für eine Gefahr für ihr Geschäftsmodell sehen (Haben die eins?), so ist es für mich schwierig an die MS-III Prozessorboards zu kommen. Das war extra seinerzeit so gedacht um deren Lizenzbedingungen einzuhalten, aber ich hab deren Sichtweise nie wirklich verstanden.

Dies nur zur Erheiterung [;)]

VG

Ralf

PS: kurzes Getriebe ist bei langen Autobahnfahrten suboptimal.... 160km/h = 5.000 U/min .... und sehr viel mehr mag ich dem Motor einfach ohne Not nicht dauerhaft zumuten.